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Erarbeitung einer Baulückenanalyse für das gesamte Gemeindegebiet sowie Erstellung von Bebauungskonzepten für zentrumsnahe Teilbereiche als Grundlage für die erforderliche Öffentlichkeitsarbeit sowie für weiterführende Planungsschritte
(Bearbeitung im Rahmen der Förderaktion "Flächensparende Baulandentwicklung in Gemeinden" des Landes Oö)
Definition und Verträglichkeit von Innenentwicklung
Unter Innenentwicklung wird die Erweiterung und Mobilisierung von Nutzungspotenzialen im Innenbereich und in überplanten Bereichen einer Gemeinde verstanden.
Zielsetzung ist, die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme konstant bei allen Planungsschritten zu verwirklichen und damit gleichzeitig die Infrastrukturkosten entsprechend zu senken ("Kostenwahrheit bei Neuerschließungen").
Ökologische Verträglichkeit
Kernargument für die Innenentwicklung sind die hohen ökologischen Kosten der Inanspruchnahme von Freiraum im Außenraum für bauliche Zwecke. Innenentwicklung mit dem Ziel einer kompakten, nutzungsgemischten Siedlungsstruktur kann zu einer Dämpfung von Siedlungserweiterungen im Außenbereich und zur Eindämmung des Verkehrs beitragen.
Zudem ermöglicht sie eine bessere Ausnutzung bestehender Infrastrukturen und Gebäude und damit eine Senkung des Bedarfs an neuen Nutzflächen im Innenbereich.
Innenentwicklung ist nicht per se umweltverträglich. Insbesondere in bereits verdichteten Siedlungsbereichen kann eine weitere bauliche Verdichtung mit erheblichen ökologischen Funktionseinbußen einhergehen.
Erforderlich ist ein planerisches Gesamtkonzept, das nicht allein baulich orientiert ist, sondern Verdichtungsmaßnahmen mit einer umfassenden Qualifizierung des Siedlungsbestandes verbindet, u. a. durch Maßnahmen der Nutzungsanreicherung in monofunktionalen Bereichen, der Wohnumfeldverbesserung sowie der Ausweitung und Aufwertung des öffentlich nutzbaren Freiraumbestandes.
Soziale Verträglichkeit
Die Frage der sozialen Verträglichkeit der Innenentwicklung ist entscheidend davon abhängig, ob Innenentwicklung als reine Verdichtungsstrategie oder vielmehr als ein Ansatz einer umfassenden städtebaulichen Erneuerung des Bestandes angesehen wird. Nachverdichtungsvorhaben waren in der Vergangenheit wiederholt mit erheblichen Vorbehalten der betroffenen Bevölkerung konfrontiert.
Ökonomische Verträglichkeit
Die Gewinnung und Mobilisierung von Baurechten über Innenentwicklungsmaßnahmen gilt als weitaus kostengünstiger als das Bauen im Außenbereich, da Neubauten im Bestand an bereits existierende Infrastrukturen angeschlossen werden oder bestehende Einrichtungen mitnutzen können. Im Gegensatz dazu fallen im Außenbereich hohe öffentliche Infrastrukturkosten an.
Zielsetzungen und Inhalte
- Schließen von Baulücken und mobilisieren von Innenentwicklungspotentialen
- Fortsetzen bisheriger innovativer Siedlungsansätze in verdichteter Flachbauweise
- Stärkung des Hauptsiedlungsraumes als Maßnahme zur Förderung der Gemeindeidentität
- Entwicklung von flächensparenden Bebauungskonzepten in vorwiegend verdichteter Flachbauweise für zentrumsnahe Entwicklungsflächen im Bereich der Ortschaften Kirchberg und Thening
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